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Mineralbrunnen sind systemrelevant und gewährleisten Abfüllung auch in Krisenzeiten

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Mineralbrunnen systemrelevant - Abfüllung auch in Krisenzeiten
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Systemrelevanz der Mineralbrunnen: Warum Mineralwasser eine Schlüsselrolle spielt

Als die Bundesregierung 2020 die Land- und Ernährungswirtschaft als systemrelevante Infrastruktur einstufte, war dies ein klares Signal: Lebensmittelversorgung hat höchste Priorität. Dazu zählen nicht nur Erzeuger und Händler von Grundnahrungsmitteln, sondern auch Mineralbrunnen, die einen wesentlichen Teil des täglichen Flüssigkeitsbedarfs der Bevölkerung decken.

Mineralwasser ist das beliebteste alkoholfreie Getränk in Deutschland. Es ist natürlich, unbehandelt und entsteht durch jahrzehntelange Filtration im Gestein. Seine Reinheit und Qualität sind gesetzlich streng geschützt. Dass dieser Prozess nur am Quellort stattfinden darf, macht die Mineralbrunnen zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Energie- und Lebensmittelversorgung.

Arbeitsalltag in Krisenzeiten: Warum Mineralbrunnen weiter produzieren können

Rund 200 Mineralbrunnenbetriebe in Deutschland arbeiteten während der Corona-Krise unter Hochdruck, um den sprunghaft gestiegenen Verbrauch abzudecken. Die Nachfrage in den letzten Märzwochen 2020 erreichte ein Niveau, wie es sonst nur in sehr heißen Sommermonaten üblich ist.

Um dieser Situation gerecht zu werden, passten viele Unternehmen ihre Produktionsabläufe an, verlängerten Schichtsysteme und optimierten interne Prozesse. Gleichzeitig galt es, verantwortungsvolle Maßnahmen zum Gesundheitsschutz umzusetzen. Dazu gehörten:

  • strenge Hygienekonzepte
  • erweiterte Schutzmaßnahmen für Mitarbeitende
  • kontaktreduzierte Arbeitsabläufe
  • getrennte Teams zur Aufrechterhaltung der Lieferfähigkeit

Dank dieser Maßnahmen konnten die Mineralbrunnen auch in Krisenzeiten zuverlässig produzieren und die Versorgung sichern.

Hamsterkäufe und Leergutmangel: Eine Herausforderung für das Mehrwegsystem

Ein Problem, das sich in Krisensituationen schnell zeigt, ist der Leergutkreislauf. Viele Menschen neigen dazu, mehr Wasser zu kaufen als üblich – und behalten das Leergut länger zu Hause. Doch das deutsche Mehrwegsystem ist darauf ausgelegt, dass Flaschen und Kisten möglichst schnell zurückgeführt werden.

VDM-Vorsitzender Dr. Karl Tack appellierte daher an Verbraucher, leere Flaschen und Kästen zeitnah wieder abzugeben. Denn nur so bleibt der Mehrwegkreislauf stabil, und nur so können genügend Flaschen wieder befüllt werden.

Ein funktionierendes Mehrwegsystem sorgt dafür:

  • dass nachhaltige Verpackungen mehrfach genutzt werden
  • dass weniger Ressourcen für Neuproduktion verbraucht werden
  • dass die Versorgung schneller sichergestellt werden kann

Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, wie wichtig die enge Verzahnung von Handel, Verbraucher und Mineralbrunnen ist.

Warum es keine Engpässe gab: Vielfalt der Gebinde sichert Versorgung

Trotz hoher Nachfrage war die Mineralwasser-Versorgung in Deutschland zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Die Gründe dafür sind vielfältig:

1. Ausreichende Quellenkapazitäten

Deutschlands Mineralwasserquellen sind ergiebig und nachhaltig geschützt. Die Ressource regeneriert sich auf natürliche Weise und steht in großer Vielfalt zur Verfügung.

2. Unterschiedliche Verpackungslösungen

Die Branche bietet eine breite Palette an Gebinden, was die Versorgungssicherheit stärkt. Dazu gehören:

  • Glas-Mehrwegflaschen
  • PET-Mehrwegflaschen
  • PET-Einwegflaschen

Diese Kombination macht das System flexibel und widerstandsfähig.

3. Effiziente Logistik

Mineralbrunnen arbeiten traditionell regional. Dadurch sind Transportwege kurz, Lieferketten stabil und Störungen unwahrscheinlicher als in globalen Versorgungsprozessen.

Qualität und Sicherheit: Warum Verbraucher Mineralwasser vertrauen

Der starke Nachfrageanstieg zeigte auch, wie groß das Vertrauen der Verbraucher in Mineralwasser ist. Mineralwasser ist das einzige Lebensmittel in Deutschland, das offiziell amtlich anerkannt werden muss. Die Anforderungen sind strenger als bei vielen anderen Getränken:

  • Abfüllung nur direkt am Quellort
  • umfassende mikrobiologische Kontrollen
  • strenge gesetzliche Qualitätsvorgaben
  • lückenlose Überwachung und Dokumentation

Mineralwasser darf nicht behandelt werden. Es muss von Natur aus rein sein – ein entscheidender Faktor, gerade in Zeiten, in denen Hygiene und Sicherheit im Mittelpunkt stehen.

Der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM): Stimme der Branche

Der Verband Deutscher Mineralbrunnen vertritt rund 200 Mineralbrunnenbetriebe in ganz Deutschland. Gemeinsam stehen sie für:

  • über 500 verschiedene Mineralwässer
  • 34 offiziell anerkannte Heilwässer
  • zahlreiche Erfrischungsgetränke auf Mineralwasserbasis

Der VDM setzt sich für den Schutz der Quellen, faire gesetzliche Rahmenbedingungen und eine nachhaltige Getränkelandschaft ein. Gleichzeitig informiert er die Öffentlichkeit über Qualität, Umweltstandards und die Bedeutung des Mehrwegsystems.

Mineralbrunnen als stabiler Partner: Lehren aus der Krise

Die Corona-Krise hat deutlich gemacht, wie robust und verlässlich die Mineralwasserwirtschaft ist. Sie zeigte:

  • hohe Flexibilität im Krisenmanagement
  • starke regionale Strukturen
  • sichere und nachhaltige Produktionsprozesse
  • ein funktionierendes Mehrwegsystem
  • großes Vertrauen der Verbraucher

Auch in zukünftigen Krisen wird die Branche eine wichtige Rolle spielen – sowohl für die Grundversorgung als auch für die Stabilität des Ernährungssektors.

Mineralbrunnen bleiben unverzichtbar – heute und in Zukunft

Mineralbrunnen sind ein zentraler Bestandteil der deutschen Lebensmittelversorgung. Ihre Systemrelevanz beruht auf der Versorgungssicherheit, der Qualität des Naturprodukts Mineralwasser, der stabilen Mehrwegstruktur und der hohen Eigenverantwortung der Branche.

Sie zeigen, dass regionale Produktion, nachhaltige Verpackungssysteme und strenge Qualitätsansprüche auch unter außergewöhnlichen Bedingungen funktionieren können. Genau das macht Mineralwasser zu einem der sichersten und zuverlässigsten Lebensmittel – gestern, heute und in Krisenzeiten.

Quelle: ots
Bild: pixabay.com/congerdesign

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