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2019 ist erster Jahrgang mit einem einzigen Eiswein

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2019 ist erster Jahrgang mit einem einzigen Eiswein
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Die Zukunft des Eisweins in Deutschland

Vom Weinjahrgang 2019 wird es hierzulande bundesweit nur einen einzigen Eiswein geben. Wie das Weingut Zimmerle aus dem württembergischen Remstal am 3. März 2020 mitteilte, habe es, ohne dies zuvor bekannt zu machen, bereits am 22. Januar bei minus acht Grad Celsius Eisweintrauben der Sorte Riesling mit einem Mostgewicht von 155 Grad Oechsle gelesen. Die Erntemenge lag bei unter hundert Litern.

„Darüber hinaus ist uns kein weiterer Winzer aus einem der 13 deutschen Weinbaugebiete bekannt, dem es gelungen ist, in diesem milden Winter Eiswein zu produzieren, weil die erforderliche Mindesttemperatur von minus sieben Grad Celsius nicht erreicht wurde“, erklärte Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut (DWI).

Die Bedingungen für die Eisweinproduktion waren in den letzten Jahren schon öfter nicht optimal. „Zuletzt war dies im 2017er Jahrgang der Fall, von dem unseres Wissens bundesweit nur sieben Erzeuger Eiswein ernten konnten, drei in Württemberg, drei in Saale-Unstrut und einer – am 1. März 2018 – in Baden. Davor war der Winter 2014/2015 so mild, dass Eiswein aus dem Jahrgang 2014 ebenfalls eine absolute Rarität ist. Und vom 2013er Jahrgang sind uns aus Rheinland-Pfalz nur fünf Erzeuger bekannt, die erfolgreich geringe Mengen Eiswein gelesen haben und drei an Saale-Unstrut“, so Büscher.

Herausforderungen für die Eisweinherstellung

Ein Problem für die Eisweinproduktion ist auch, dass sich in den letzten Jahren die Termine für eine mögliche Eisweinlese immer öfter bis in den Januar und Februar hinein verschoben haben, während gleichzeitig die Trauben tendenziell immer früher reif werden. Dadurch wird der Zeitraum, den die Trauben in einem gesunden Zustand bis zu einer möglichen Eisweinlese überstehen müssen, immer länger.

Neben dem Gesundheitszustand der Trauben zum Ende der Lese beeinflusst auch die Erntemenge eines Jahrgangs die Bereitschaft der Erzeuger, Trauben für die Eisweinbereitung hängen zu lassen. In Jahren mit geringen Erträgen gehen viele Erzeuger eher nicht auch noch das Risiko ein, weitere Trauben durch eine eventuell ausbleibende Eisweinlese zu verlieren.

Zu den guten Eisweinjahren des letzten Jahrzehnts zählen die Jahrgänge 2012 und 2015, in denen bei Temperaturen von oftmals unter minus zehn Grad Celsius sehr hochwertige und konzentrierte Weine dieser edelsüßen Spezialität geerntet werden konnten.

„Wenn sich die warmen Winter in den nächsten Jahren häufen, dürften Eisweine aus den deutschen Weinregionen bald eine noch kostbarere Rarität werden, als sie es sowieso schon sind“, erklärte Büscher. Schließlich liegt die Erntemenge beim Eiswein in der Regel durchschnittlich bei nur rund 500 Litern pro Hektar.

Bedeutung von Eiswein in Deutschland

Eisweine spielen insbesondere für die Reputation der Erzeuger eine große Rolle und werden auch international hoch geschätzt. Sie erzielen in Weinwettbewerben regelmäßig höchste Bewertungen und bei Weinauktionen oftmals Rekordpreise.

Zu den wichtigsten Absatzmärkten im Ausland zählen Japan und China sowie die skandinavischen Länder oder auch die USA. An der Gesamterntemenge haben Eisweine wegen der von Natur aus niedrigen Erträge nur einen sehr geringen Anteil von oftmals unter 0,1 Prozent.

Quelle: Deutsches Weininstitut
Quelle: pixabay.com

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