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Saalburg: Ein Tag mit Aktion und Einblicken in die Lebenswelt der Römer

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Drechselkunst und Metallhandwerk wie vor 2.000 Jahren – die Sonntagsrömer lassen das Römerkastell Saalburg lebendig werden. Bild: -Wilkens
Drechselkunst und Metallhandwerk wie vor 2.000 Jahren – die Sonntagsrömer lassen das Römerkastell Saalburg lebendig werden. Bild: -Wilkens
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Lebendige Zeitreise in die Saalburg

Die Sonntagsrömer lassen die historische Atmosphäre des Römerkastells Saalburg lebendig werden und führen direkt in den Alltag vor 2.000 Jahren. Am Sonntag, den 28. September, öffnen sich von 11 bis 17 Uhr die Tore für große und kleine Besucherinnen und Besucher, die römisches Handwerk nicht nur bestaunen, sondern aktiv ausprobieren möchten. Zum Auftakt in den Herbst rücken zwei zentrale Gewerke in den Fokus: das Drechseln von Holz und die Metallbearbeitung, beide unentbehrlich für Werkzeuge, Möbel, Schmuck und Alltagsgegenstände der Antike.

Drechselkunst zum Anfassen: Rekonstruktionen, Technik, Praxis

Die Kunst des Drechselns ist seit der Vorgeschichte belegt und erreichte in der römischen Epoche einen bemerkenswerten Entwicklungsstand. Archäologische Funde wie fein gearbeitete Holzschalen, Spindeln oder Möbelfüße zeugen von der Präzision antiker Handwerker. Wie die damaligen Drechselbänke im Detail ausgesehen haben, ist bis heute nicht eindeutig belegt. Umso spannender ist die Präsentation des Drechslers Bernd Keilwerth, der verschiedene rekonstruierten Drechselbänke mit unterschiedlichen Antrieben vorstellt und deren sachgerechte Nutzung demonstriert. Besucherinnen und Besucher erhalten Einblicke in Materialkunde, Werkzeugschliff und Drehtechnik und können unter Anleitung selbst Hand anlegen. So wird Handwerkswissen erfahrbar, das sonst hinter Museumsscheiben verborgen bleibt.

Funken, Formen, Feinheit: Metallhandwerk wie bei den Römern

Metall war in der römischen Welt ein Schlüsselmaterial. Neben Edelmetallen und Buntmetallen wie Bronze war vor allem Eisen allgegenwärtig, ob als Werkzeug, Waffe oder Baubeschlag. Die Archäologin und Goldschmiedin Sayuri da Zilva zeigt, wie vielseitig Metall mit einfachen Mitteln zu bearbeiten ist. Durch Biegen, Hämmern und Schleifen entstehen vor Ort funktionale und dekorative Objekte, die die Bandbreite römischer Formensprache sichtbar machen. Wer die Grundlagen der Metallgestaltung kennenlernen möchte, kann direkt am Amboss oder an der Werkbank mitwirken und die Transformation vom Rohmaterial zum fertigen Stück miterleben. Der unmittelbare Werkstattcharakter vermittelt eine zusätzliche Dimension von Authentizität und macht deutlich, wie Technik, Geschick und Ästhetik in der Antike zusammenspielten.

Genuss mit historischem Bezug: Die Taberna serviert römische Rezepte

Ein erlebnisreicher Tag auf der Saalburg wird kulinarisch abgerundet. Das Museumsrestaurant Taberna ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet und serviert Spezialitäten nach römischen Rezepturen sowie Gerichte der modernen Küche. So lässt sich der Geschmack der Antike mit zeitgemäßen Vorlieben verbinden. Zwischen Vorführungen und Mitmachstationen bietet sich die ideale Gelegenheit für eine genussvolle Pause in historischem Ambiente.

Mehr wissen in kurzer Zeit: Öffentliche Führungen durch das Kastell

Wer die Hintergründe der Saalburg, ihre Geschichte und die Kultur der Römer vertiefen möchte, schließt sich einer der öffentlichen Führungen an. Sie finden um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr statt und vermitteln anschaulich, wie das Militärlager organisiert war, welche Funde für die Forschung besonders wichtig sind und wie sich das tägliche Leben am Limes gestaltete. Der Preis beträgt 5 Euro für Erwachsene und 3 Euro für Kinder zuzüglich zum regulären Eintritt. Tickets sind unkompliziert direkt vor Ort erhältlich.

Anreise leicht gemacht: Entspannt mit dem Bus ins Römerkastell

Für einen stressfreien Start in die Zeitreise empfiehlt sich die Anfahrt mit der Buslinie 5 ab Bad Homburg. Im Sommerhalbjahr verkehrt die Linie in verstärktem Takt und sorgt so für eine komfortable Verbindung zum Römerkastell. Weitere Informationen zu Abfahrtszeiten und Verbindungen sind unter rmv.de abrufbar. Wer mit dem Auto anreist, findet in der Umgebung ausgewiesene Parkmöglichkeiten; vor Ort lohnt sich die Kombination aus Spaziergang im Wald und Museumsbesuch, um Naturerlebnis und Kulturgeschichte zu verbinden.

Familienfreundlich, lehrreich, authentisch: Warum sich der Besuch lohnt

Die Sonntagsrömer vereinen authentische Handwerksdemonstrationen, fachliche Expertise und Mitmachangebote zu einem Programm, das gleichermaßen unterhält und bildet. Kinder erleben unmittelbar, wie aus Holz Rohlinge zu gedrehten Schalen werden oder wie durch gezielte Hammerschläge Metall seine Form erhält. Erwachsene entdecken die technischen Finessen antiker Werkstattpraxis, die bis heute Maßstäbe für Qualität und Funktionalität setzt. Das Ergebnis ist ein Museumsbesuch mit Mehrwert, der Historie greifbar macht und zugleich Impulse für eigenes kreatives Arbeiten liefert.

Termin, Kontakt und Service im Überblick

Die Veranstaltung Sonntagsrömer findet am 28. September von 11 bis 17 Uhr auf der Saalburg statt. Das Museumsrestaurant Taberna ist bis 18 Uhr geöffnet. Öffentliche Führungen starten um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr; die Teilnahme kostet 5 Euro für Erwachsene und 3 Euro für Kinder zusätzlich zum regulären Eintritt und ist direkt vor Ort buchbar. Für inhaltliche Rückfragen steht die Museumsleitung zur Verfügung: Dr. Carsten Amrhein, Saalburgdirektor, carsten.amrhein@saalburgmuseum.de

Quelle und Bild: Römerkastell Saalburg, 18.09.2025

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